Jede Packung mit Sonnenschutz, ob nun Lotion, Creme oder Spray, von jedem Hersteller enthält Angaben zum sogenannten Lichtschutzfaktor (LSF). Es handelt sich dabei um eine Kennzahl im ein- bis zweistelligen Bereich. Die Zahl 6 steht beispielsweise für einen sehr niedrigen Lichtschutzfaktor, die Zahl 50 hingegen für einen extrem hohen. Der angegebene Lichtschutzfaktor drückt die Zeit aus, die eine so geschützte Person in der Sonne verbringen kann, ohne Angst vor Hautschäden haben zu müssen. Er ist allerdings abhängig von der Eigenschutzzeit der Haut.
Wer sich normalerweise 10 Minuten der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, kann diese mit einem Produkt mit Lichtschutzfaktor 6 nun 60 Minuten lang. Dazu multipliziert man einfach die Eigenschutzzeit der Haut mit dem Lichtschutzfaktor, das Ergebnis ist die Dauer des geschützten Sonnenbades in Minuten.
Die Eigenschutzzeit ist abhängig vom Hauttyp. Man unterscheidet allgemein vier Hauttypen, die recht unterschiedlich auf Sonneneinstrahlung reagieren. Hauttyp I hat eine sehr kurze Eigenschutzzeit von maximal 10 Minuten. Dazu zählen Menschen mit sehr heller Haut, vielen Sommersprossen und hellblonden oder roten Haaren. Menschen diesen Typs werden grundsätzlich kaum braun. Hauttyp II kennzeichnet Menschen mit heller Haut und meist blonden Haaren. Ihr Körper hat eine Eigenschutzzeit von bis zu 20 Minuten, sie werden nur in geringem Maße braun. Menschen, die zum Hauttyp III gehören, haben eine hellbraune Haut und keine Sommersprossen. Sie bekommen nur selten Sonnenbrand, die Haut wird in der Sonne in der Regel braun. Ihre Eigenschutzzeit liegt bei maximal 30 Minuten. Zum Hauttyp VI Gehörige haben eine braune Haut, werden in der Sonne sehr schnell braun und haben keine Probleme mit Sonnenbrand. Ihre Eigenschutzzeit liegt bei ca. 40 Minuten.
Neben der Kombination aus Lichtschutzfaktor und Eigenschutzfaktor ist die Dauer eines Sonnenaufenthaltes auch abhängig von der Urlaubsregion, der Jahreszeit und der aktuellen Sonnengewöhnung der Haut.
Allgemein bekannt ist, dass Textilien gut vor Sonneneinstrahlung schützen, die freibleibenden Körperstellen einzucremen, wird dann jedoch oft vergessen. Einen optimalen Schutz bietet allerdings nur sonnendichte Kleidung, denn auch ein einfaches textiles Gewebe lässt UV-Strahlen durchdringen. Nasse Kleidung hat eine wesentliche höhere UV-Durchlässigkeit als trockene. Wer also mit einem T-Shirt baden geht, ist nicht so stark geschützt, wie er vielleicht glaubt. Dieser Effekt tritt auch durch starkes Schwitzen, welches die Kleidung feucht werden lässt, auf.