In einer Drogerie oder Apotheke findet man viele Sonnenschutzprodukte. Sie werden fast allen individuellen Ansprüchen gerecht. So kann man die Sonne in jeder Lebenslage genießen und das – was noch wichtiger ist – frei von Nebenwirkungen oder gar Beschwerden.
Eine grundlegende Einordnung der verschiedenen Produkte erlaubt die Lichtschutzfaktorberechnung. Doch darüber hinaus werden für die unterschiedlichen Hauttypen und Anwendungen Spezialprodukte hergestellt.
Beachtet man einige grundsätzliche Regeln zum Sonnenbaden, lassen sich viele unangenehme Nebenwirkungen schon vermeiden, bevor man in die Sonne geht. Man sollte die Creme immer rechtzeitig auftragen, denn sie braucht 20 bis 30 Minuten um ihre Wirkung voll zu entfalten und sicher zu schützen. Dazu verteilt man eine Handvoll Lotion oder Creme (die Industrie empfiehlt, der besseren Vergleichbarkeit halber, drei Esslöffel) auf dem gesamten Körper. Dabei ist zu beachten, dass die Creme nicht zu fest eingerieben wird, denn sie muss die Haut mit einem Schutzfilm überziehen. In jedem Fall sollte man mit Sonnencreme nicht sparsam umgehen, denn ein Defizit an Creme verringert die Schutzwirkung der Produkte deutlich. Gleichzeitig steigt die Gefahr eines Sonnenbrandes stark an, da der Anwender sich eingecremt sicher und geschützt fühlt. Bei starkem Schwitzen, nach dem Schwimmen oder Abtrocknen, sollten jeder sich erneut gründlich eincremen. Auch wenn die Schutzwirkung des Produktes rein temporär bedingt nachlässt, hilft neuerliches Eincremen.
Die UV-Belastung ist für ungeschützte Körperstellen recht unterschiedlich. Die höchste Dosis an UV-Strahlen erreicht den Scheitel, deshalb sollte der Kopf mit einem Hut oder ähnlichem geschützt werden. Des weiteren sind Schultern und Gesicht besonders stark belastet, gerade die Schultern- und Nackenregion wird beim Eincremen jedoch oft vernachlässigt. Man sollte ihnen besondere Beachtung schenken.
Sonnencreme ist nicht unbegrenzt haltbar. Die schon im letztem Jahr angebrochene Flasche sollte deshalb einem besonders kritischen Blick unterzogen werden. Riecht sie unangenehm oder haben sie die Substanzen getrennt, dann gehört sie in den Müll. Länger als 12 Monate sollte eine geöffnete Packung grundsätzlich nicht benutzt werden. Bei ungeöffneten Verpackungen sieht das anders aus. Sie können ohne weiteres auch darüber hinaus verwendet werden.
Für Urlauber gilt, je näher sie sich am Äquator befinden, desto höher ist die Belastung durch UV-Strahlen. Dort benötigt man einen wesentlich stärkeren Sonnenschutz. Nicht nur an einem schönen Strand, sondern auch für den Gebirgsurlaub ist der Sonnenschutz mit Bedacht auszuwählen. Die Intensität der Sonneneinstrahlung steigt pro 1000 Höhenmeter um ca. ein Zehntel an.
Gerade Menschen mit Haarausfall sollten bei starker Sonneneinwirkung beachten, dass es nicht zu einem Sonnenbrand auf der Kopfhaut kommt